Laufwitze

An der Ampel stehen ein Sportwagen und ein Mann in Turnschuhen. Bei Grün rasen beide los, der Läufer überholt und verschwindet am Horizont. Der Sportwagenfahrer folgt und sieht den Läufer in einem riesigen Krater sitzen. "Um Gottes willen, was ist passiert?" "Ist Ihnen schon einmal bei 200 der Turnschuh geplatzt?"

Kommt der abgehetzte Jogger in ein Ausflugslokal und ruft: "Schnell, ein Glas Wasser und ein Käsebrot. Ich muss sofort wieder weg."
"Dann nehmen Sie das Schinkenbrot. das muss auch weg."

Volkslauf in den Alpen.Vor dem Start löst sich eine gewaltige Lawine und begräbt das gesamte Starterfeld unter sich. Am nächsten Morgen trifft die Witwe eines Läufers ein, um unter den Opfern ihren Mann zu identifizieren.
Der erste Sarg wird geöffnet: "Nein," schluchzt sie. Der zweite. Wieder nein. Dann wird der Deckel des dritten angehoben: "Ja, er ist es," lächelt sie "Gott sei Dank - unter den ersten drei!"

... to be continued

(Weißt Du noch einen? -> Schreib ihn mir doch!)

 

Weihnachtliche Laufgedichte

(Die Gedichte habe ich 2004 für eine Art "virtuellen Läufer-Adventskalender" bei "Laufen-Aktuell" geschrieben)

 

Draußen vom Walde komm ich her.
Ich muß Euch sagen – ich sah gar nichts mehr!
Stirnlampe kaputt, stockfinster im Wald,
da bin ich frontal an ’ne Tanne geknallt...

 

***

 

Nikolaus lief durch den Wald

es war Winter und sehr kalt.

Schnodder lief ihm in den Bart

und gefror dort ziemlich hart.

Ein lauter Schrei – zuvor ein „knack“.

Ein Krachen und der Bart fiel ab.

Damit ’s ihm nicht nochmal passiert

läuft Niko nur noch glattrasiert...

 

***

 

Ein Läufer aus dem Abendland

kam zum Schwimmbad angerannt.

Er schwamm dort eine viertel Stunde,

und danach noch eine Runde,

stahl ein Fahrrad, fuhr davon –

so entstand der Triathlon.

 

***

 

Ich lief übers Feld,

es war tiefster Winter.

Da lag etwas Eis –

und dann ich auf dem Hintern

 

***

 

Lieber guter Nikolaus

Du siehst ziemlich dicklich aus.

Zieh einmal die Longtight an

und mach einen Waldlauf dann.

Doch die Stiefel – eiderdaus –

tausch‘ vorher gegen Laufschuh‘ aus.

Oh, der Mantel – ach du Schreck –

ist viel zu warm, d’rum laß ihn weg.

Die Mütze – auch nicht wirklich schick,

nicht atmungsaktiv, viel zu dick.

Und in den dicken Schafswollsocken

bleibt Dein Fuß bestimmt nicht trocken.

Egal; lauf los, laß Dich nicht bitten,

beweg den Hintern von dem Schlitten.

Vielleicht schaffst Du im Sommer schon

einen halben Marathon.

 

***

 

Nik’laustag war grad geschafft

Da hat das Rentier es gerafft

 

„Oh Gott, oh Gott – was mach ich bloß?

Ich glaub, ich bin jetzt arbeitslos!

 

da bückt das Ren sich froh und munter

zu  Papier und Bleistift runter

 

„Was machst Du?“  fragt der Chef das Tier

„Ich schreib nen Antrag – für Hartz IV!“

 

***

 

Winter war’s im Tannenwald,

ziemlich spät und bitterkalt.

 

Einsam lief ich meine Runde.

Keine Menschen, keine Hunde.

 

Meine Tikka brannte hell.

Plötzlich hörte ich Gebell.

Ich erschreckte, wurde schnell.

 

Lief fix aus dem Wald heraus

und dann geradewegs nach Haus.

 

Als dort dann kein Bellen war

wurde mir so manches klar.

 

Für das Bellen war der Grund

nur mein blöder Schweinehund...

 

***

 

Am Polarkreis, irgendwann,

joggte dort der Weihnachtsmann.

Drehte da so manche Stunde

um den Kreis ‘ne große Runde.

 

Dies ging so tagein, tagaus,

Santa Claus hielt’s lange aus

und konnte so durch Fett verbrennen

sich von vielen Kilos trennen.

 

Doch an irgendeinem Tag

er vor dem Spiegelbild erschrak.

„Mein Mantel ist ja viel zu groß!

Ich bin zu dünn - was mach ich bloß?

Durch das viele, viele rennen

wird mich niemand mehr erkennen!

Ohne Bauch sieht Santa Claus

nicht mehr wie der echte aus!“

 

So faßte Santa den Beschluß

daß sich etwas ändern muß.

 

„Ich lasse jetzt das viele Laufen

und geh mir einen Glühwein saufen.

Dann werd‘ ich Stollen, Kekse, Mutzen

und ein Ren auf Toast verputzen.

Denn wenn die Wampe wieder spannt,

werd‘ ich auch auf der Welt erkannt!“

 

***

 

Eilig lief ich über Wege,

überholte Mann für Mann.

Der Blick war starr nach vorn gerichtet.

Ob ich mein Ziel erreichen kann?

 

Die Zunge hing mir aus dem Hals,

ich rannte wie ums Überleben;

der Kopf wurd’ rot, die Luft wurd’ knapp,

ich musste mich fast übergeben.

 

Die Tropfen rannen von der Stirne,

ich war total kaputt und platt.

Ne junge Frau mit roten Haaren

rief mir zu „Da geht noch watt!“

 

Keuchend lief ich immer schneller,

ich gab alles, bis zum Schluß.

Leider war es doch vergeblich –

Er war weg, der blöde Bus...

 

***

 

Auf den Wegen frischer Schnee,

unberührt so weit ich seh.

 

Doch plötzlich – was war hier passiert?

 

Kleine Krater auf den Wegen,

Schweizer Käs’ ist nichts dagegen.

 

Der ganze Schnee war perforiert.

 

Wer hat den Schnee bloß so gequält?

Die vielen Löcher je gezählt?

 

Endlich hatte ich’s kapiert.

 

Kurz vor mir, keine hundert Meter,

sah ich sie, die Übeltäter.

 

Nordic Walker – gleich zu viert.

 

***

 

Advent, Advent,

der Läufer rennt.

Erst 1

dann 2

dann 3

dann 4.

Bei Runde 5 kommt er zu Fall –

das war’s für heut‘ mit Intervall.

 

*** 

 

Santa kochte Eierpunsch

und dacht’ es sei das Beste,

wenn er dieses Alk-Gebräu

erst einmal richtig teste.

 

Nach dem 12. Becher

ist Santa richtig stramm,

geht zu seinem Schlitten

und spannt die Tiere an.

 

„Deeer ischmir guut gelungn“

lallt er zu den Tieren

„Isch bring den Menschn erschma wasch,

die müschen den probieren“

 

„Oh je, oh je, mir ischo schlecht;

dasch liegt wohl annen Eiern!“

sabbert Santa vor sich hin

„Isch glaub’, isch muß gleich reihern!“

 

Er steigt auf den Schlitten rauf,

voll wie ’ne Haubitze;

torkelt hin, torkelt her -

und kotzt auf die Sitze.

 

***

 

Läufers Wunschzettel:

 

Lieber guter Weihnachtsmann,

dies hätt‘ ich gerne, wenn ich kann:

 

Eine Weste, funktionell,

eine Tikka, ziemlich hell,

Multi-Function-Running-Socken

(da bleibt auch der Schweißfuß trocken).

Eine Longtight, recht bequem,

und auch etwas Hirschtalg-Creme,

einen Läufer-Jahresplan,

Unterhemd mit Windmembran,

neue Treter, leicht und schnell,

und ein Laufshirt, Größe L.

Sommer-Laufset, ton in ton,

Shorttight (ach nee - hab ich schon).

Ne Mütze für die kalten Tage

und auch Handschuh‘ – keine Frage.

Und bevor ich es vergess:

Flaschengurt und GPS.

 

Da sprach vom Himmel eine Stimme:

„Mensch, wo hast Du Deine Sinne?

Hab ich das hier recht gehört?

ich glaube fast Du bist gestört!

Den Kram kannst Du Dir selber kaufen!

Mir reichts – ich geh jetzt erst mal laufen...“

 

Und die Moral von der Geschicht:

übertreib ’s mit Wünschen nicht!

Wenn Du gesund bist und kannst laufen

sei froh – denn das kannst Du nicht kaufen

 

***

 

Draußen vom Walde komm ich her;

ich muß Euch sagen, die Schuhe sind schwer.

Klebt fingerdick der Schneematsch dran,

so daß ich kaum noch laufen kann.

 

Ich stapfe elefantengleich,

der Puls ist schon im Grenzbereich.

Vor Kälte schon ganz rote Ohren,

die Nase fast schon abgefroren.

 

Die Füße klamm und ziemlich kalt,

schleich ich durch den Winterwald.

Am Wegesrand sieht mich ein Reh

und blickt verwundert über’n Schnee

 

Es fragt „He, warum mußt Du laufen?

Kannst Du für ’n Bus kein‘ Fahrschein kaufen?“

Ich mach‘ ein freundliches Gesicht:

„Ach, Bambi – das verstehst Du nicht...“

 

***

 

Advent, Advent,

der Läufer rennt.

Er ist lustig anzuschaun,

denn er blinkt wie ’n Tannenbaum.

 

An der Stirn ’ne helle Lampe,

Neonweste auf der Wampe.

Blinkdioden an den Armen

sollen Autofahrer warnen.

 

Von den Socken bis zu ’n Ohren

alles voller Reflektoren.

Über ’m Hintern rotes Licht.

Herzchenform – man glaubt es nicht!

 

So strahlt er tausend Meter weit;

alles für die Sicherheit.

Fehlt nur noch, daß er eines hätte:

auf den Schuh’n ’ne Lichterkette...

 

***

 

Es war ein Rentier namens Bob,

das suchte dringend einen Job.

Es schnallte sich den Schlitten an

und fuhr hin zum Weihnachtsmann,

den es dann in fernem Land

nach vielen, vielen Tagen fand.

„Santa“ ,sprach es zu dem Mann,

„sieh doch einmal was ich kann!“

Das Rentier ließ sich nicht lang bitten,

parkte rückwärts mit dem Schlitten.

Rentier’s Leistung war famos,

doch Santa blickte regungslos.

„Na gut – ich kann ja noch viel mehr!

Einen Hochstart – sieh mal her!“

Der Schlitten stieg steil vorne hoch,

Bob rannte so schnell bis er flog.

Stolz wie Oskar glitt er dann

zurück zum alten, roten Mann.

Doch dort von Regung keine Spur -

denn aus Holz war die Figur.

 

Bob war traurig und enttäuscht.

Doch dann fiel ihm etwas ein.

Er verkaufte seinen Schlitten

und macht jetzt ‘nen Taxischein.

 

***

 

Der Schnee lag hoch, ich sank sehr tief,

als ich durch die Landschaft lief.

Er fiel noch weiter, weiß und dicht,

die Flocken nahmen mir die Sicht.

Ich freute mich, genoß das Laufen –

und trat in einen Hundehaufen...

 

***

 

„In der Weihnachtsbäckerei

gibt es manche Leckerei...“

dachte sich auch Nikolaus

und stach fleißig Plätzchen aus.

 

Als die ersten er verzehrt

ist Schwarz-Weiß-Gebäck im Herd.

Und zum Abkühl’n steht auch schon

Berliner Brot auf dem Balkon.

 

Niko knetet weiter Teig

da tritt der Mixer in den Streik.

Ein kurzer Knall, ein bißchen Rauch,

der Teig fliegt rum, der Mixer auch...

 

Nikolaus fängt an zu putzen,

kippt dabei den Topf mit Mutzen.

Alles segelt auf den Boden,

Niko fängt fast an zu toben.

 

„So’n Mist, die kann ich nicht mehr essen;

die Mutzen kann ich wohl vergessen!“

Da nimmt das Unglück seinen Lauf -

Qualm steigt aus dem Ofen auf.

 

Schwarz-Weiß-Gebäck, total verbrannt,

wird kaum noch als Keks erkannt.

Von „weiß“ gibt‘s wirklich keine Spur,

Aschehäufchen sind es nur.

 

Nik läßt den Qualm zum Fenster raus,

rutscht dabei auf den Mutzen aus

und kippt dann noch -oh wie dumm-

seinen Ascheneimer um.

 

Der Inhalt landet -ach du Schreck-

mitten auf dem Spritzgebäck.

Laut schreit er auf, der Nikolaus;

die Küche sieht wie’n Schlachtfeld aus.

 

Nikolaus sieht ziemlich rot:

„Dann eß ich halt Berliner Brot!“

Doch das Berliner Brot-Gebäck

stahl ihn wohl das Rentier weg.

 

Da kommt ihm Rettung in den Sinn:

„Ich fahr schnell zu Aldi hin!“

Doch die Regale dort sind leer,

Weihnachtskekse gibt’s nicht mehr.

 

Nikolaus ist resigniert

als er vor sich hin sinniert:

„Hier bin ich leider jetzt zu spät –

dann mach ich eben ‘ne Diät!“

 

***

 

Als er durch die Felder lief

und das Dorf schon lange schlief,

sah er am Himmel einen Schein

und dachte sich „was kann das sein?“.

 

Er blickte auf zum Firmament

und sah, daß oben einer rennt;

erkannte ihn und rief dann aus

„Den kenn ich doch – der Nikolaus!“

 

Doch Santa wirkte sehr beknackt -

oben rot und unten nackt;

denn er hatte nach dem Essen

die Hose auf dem Klo vergessen.

 

***

 

Zur Zeit von Emil Zatopek

lief man mit Turnschuh’n durch den Dreck.

und das Baumwollshirt beim Lauf

saugte jeden Tropfen auf.

 

Seitdem geschah ein großer Wandel

Tausend Dinge gibt’s im Handel.

Die meisten nützlich und bequem,

doch manches kann man nicht versteh’n.

 

Denn nicht nur Kleidung, auch die Sprache

änderte sich mit der Zeit.

Früher hieß die Hose Hose

heute heißt sie Running-Tight.

 

V-Neck-Shirt mit Flatlocknähten

Microfaser-Schweißtransport

Cool Max, Ripstop, Eyeletstruktur,

Mesheinsatz für Tragkomfort.

 

100 % Polyester

Klimafunktioneller Sport

aktuelles Top-Design

in Navy, Lightblue und so fort

 

Coolskin Stretch Tank für die Frau

denn auch sie läuft mit der Zeit

dazu trägt sie an den Beinen

Meryl Micro Capri Tight

 

(und wer (noch) mit Stöcken rennt

kauft sich eine Walkingpant)

 

Die Running Shoes sind hochmodern

gut gedämpft und sehr bequem

dank Abzorb und HydroFlow

Duo Cell und adiprene

 

Running-Socks mit Zeh-Protektor

Airflow-Channel, Silberfäden

anatomisch für die Füße

gibt es auch längst in den Läden

 

Running Cap und Bottle Belt

GPS und MP3

Handy Bag und Function Slip

sind natürlich auch dabei

 

Dies Equipment und viel mehr

kannst du dir im Run-Shop kaufen

danach bist du gut gerüstet

nur eines mußt du selbst noch: Laufen!

 

***

 

Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehn.

Es hat neue Laufschuh, die sind wunderschön;

so schnell und so leicht, grad’ 200 Gramm.

Ob es damit wohl ‘nen Rekord laufen kann?

 

Es rannte wie blöd, ich sah es nur flitzen,

dort oben, zwischen den Tannenspitzen.

Santa und Ruprecht, sie kamen nicht mit

und auch das Ren(n)tier hielt nicht mehr Schritt.

 

Das Christkind kam, konnt‘ kaum anders sein,

als erstes im himmlischen Ziel herein.

 

Disqualifiziert! Zu früh gelobt!

Das Christkind war mit Glühwein gedopt!

 

***

 

Advent, Advent,

mein Laufschuh brennt.

Ich bremse ab, hör auf zu schnaufen.

Da bin ich wohl zu schnell gelaufen...

 

***

 

Weihnachten war grad` vorbei

und Santa hatte endlich frei.

 

Er dachte sich, so zum Verschnaufen,

sollt` er noch einen Wettkampf laufen.

 

Also fuhr der runde Kerl

zum Silvesterlauf nach Werl.

 

Eine Riesen-Läuferschar

beendet dort das Läuferjahr.

 

Der Bart war ab, der Mantel weg,

Santa trug zivil.

Er war nicht wirklich austrainiert -

Spaß haben war sein Ziel.

 

Der Startschuß fiel, das Feld lief los

und Santa mittendrin.

Er blieb völlig unerkannt,

das war in seinem Sinn.

 

Tausende Läufer auf der Strecke;

die Straße war gerappelt voll.

Und wie auch in den letzten Jahren

die Stimmung wieder einmal toll.

 

Es ging mal rauf, es ging mal runter,

doch es ging nichts schief,

so daß nach 15 Kilometern

er in Soest ins Ziel einlief.

 

Mit Medaille, glücksbeseelt,

war für ihn da klar:

Dieser Lauf ist einfach klasse -

ich komm wieder, nächstes Jahr!

 

 

 

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